Zeltpflege: So hält Ihr Vorzelt jahrelang
Ihr Vorzelt oder Ihre Markise bietet zusätzlichen Wohnraum, Schutz vor Wind und Regen oder einfach einen kühlenden Schatten an warmen Tagen. Aber leider hat es kein ewiges Leben. Mit diesen Pflegetipps verlängern Sie die Lebensdauer Ihres Zeltes, Vorzeltes oder Ihrer Markise.
Ein Zelt, eine Markise oder ein Vorzelt braucht nicht viel Pflege. Den wichtigsten Tipp können Sie sich selbst ausdenken: Achten Sie darauf, dass Sie sie trocken wegräumen. Selbst beim geringsten Zweifel hängen Sie sie noch ein paar Tage zum Trocknen auf. Das ist bei einem großen Vorzelt eine ziemliche Arbeit, aber zum Glück können Sie die Seitenwände und die Vorderseite herauszippen – das spart Mühe. Achten Sie auch darauf, dass Sie die Zeltstangen trocken lagern, am besten an einem separaten Ort, damit sie keine Flecken auf dem Zeltstoff hinterlassen können.

Teppichklopfer
Mit der Zeit kann ein Zelt, Vorzelt oder eine Markise undicht werden, und durch intensive Nutzung können hier und da auch Flecken entstehen. Lose Nähte sind ebenfalls ein Problem, ebenso wie Reißverschlüsse, die kurz vor dem Versagen stehen. Am Ende Ihres Urlaubs ist es ratsam, eine Liste solcher Dinge zu erstellen, damit Sie sie von einem Fachmann überprüfen lassen können. Aber es gibt auch Dinge, die Sie selbst tun können. Zum Beispiel ausklopfen. Dazu stellen Sie das Zelt an einem regenfreien Tag auf und klopfen den Staub von innen mit einem Teppichklopfer ab. Halten Sie dabei die Fenster fern, denn die vertragen das nicht. Danach reinigen Sie das Zelt außen gründlich mit einer Bürste.
Fenster und Klappen
Fenster und die Kunststoffklappen an der Unterseite – Schmutzfänger – reinigen Sie mit einer lauwarmen Seifenlauge und einem feuchten Tuch. Diese Seifenlauge können Sie später auch noch zum Reinigen der Zeltstangen und Heringe verwenden. Stahlzeltstangen können an den Stellen, an denen sie ineinandergeschoben werden, etwas rosten. Diesen Rost entfernen Sie mit wasserfestem Schleifpapier und sprühen anschließend etwas Klarlack darüber. Achten Sie darauf, dass alles wieder knochentrocken ist, wenn Sie es verstauen.

Flecken und Risse
Im Laufe der Jahre können Flecken auf dem Zeltstoff entstehen. Zum Beispiel durch Vogelkot oder Harz, wenn Sie unter Nadelbäumen gezeltet haben. Getrockneten Vogelkot entfernen Sie mit einer Bürste. Harz ist eine andere Geschichte: Wenn Sie es mit einem Messer entfernen wollen, beschädigen Sie den Zeltstoff. Mit der Zeit trocknet es immer weiter ein und bröselt dann ab. Eine vollständige Entfernung ist nicht möglich. Verwenden Sie auf keinen Fall Seife – das beeinträchtigt die Wasserdichtigkeit des Stoffes.
Bei Ihrer Inspektionsrunde sind Ihnen vielleicht kleine Risse im Zeltstoff aufgefallen – im Campingladen gibt es dafür spezielle Reparatursets mit Klebestreifen. Größere Risse lassen Sie vom Fachmann reparieren – ein gutes Zelt ist diese Investition wert. Für die Bodenplane gibt es selbstklebende Reparatursets im Campingladen – nehmen Sie gleich ein Ersatzset für Ihren nächsten Urlaub mit.

Schimmel und undichte Nähte
Ein großes Ärgernis ist Schimmel im Zeltstoff. Wir sagen dann, dass 'das Wetter' im Zelt ist. Das entsteht, wenn das Zelt noch feucht ist, wenn Sie es verstaut haben. Schimmel in einem Baumwollzelt ist kaum zu entfernen; in einem Kunststoffzelt können Sie es mit einem kleinen Schuss Chlor in einem vollen Eimer lauwarmem Wasser versuchen, vorsichtig bürsten und danach gut mit sauberem Wasser abspülen.
Leckagen können durch Alter entstehen, aber auch durch Seifenblasen pustende Kinder auf dem Campingplatz: Seife greift nämlich die wasserdichte Beschichtung an. Im Campingladen gibt es spezielle Mittel, um Ihr Zelt neu zu imprägnieren, aber Sie müssen dann zuerst wissen, aus welcher Stoffart Ihr Zelt besteht – für Baumwollzelte benötigen Sie ein anderes Mittel als für Kunststoffzeltstoff.

Wasserdicht machen
Übrigens können auch neue Zelte undicht sein, aber das ist dann fast immer an den Nähten. Diese sind mit 'Quellgarn' genäht, das sich erst ausdehnen muss, um die Stichlöcher zu füllen – daher braucht ein neues Zelt erst einen Regenschauer, bevor es auch an den Nähten wasserdicht ist. Nähte von Kunststoffzelten sind getaped, um Leckagen zu vermeiden. Im Laufe der Jahre kann dieses Tape altern. Es gibt Mittel in Tuben, um sie wieder wasserdicht zu machen. Das schmiert man (ordentlich) auf und dann kann so ein Zelt auch wieder Jahre halten.
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