Herbstcamping: 8 Tipps für Ihr Wohnmobil nach dem Sommer
Die Schulferien sind vorbei, die Campingplätze leeren sich und die Preise sinken. Für viele Wohnmobilisten beginnt jetzt die schönste Zeit des Jahres. Keine Hektik an den Sanitärgebäuden, viel Platz auf Wohnmobilstellplätzen und in Südeuropa oft noch wochenlang angenehme Temperaturen. Camping außerhalb der Hochsaison erfordert jedoch eine etwas andere Vorbereitung. Mit diesen Tipps holen Sie das Beste aus Ihrem Wohnmobil im Herbst und Winter heraus.
1. Wählen Sie Ihr Reiseziel nach dem Wetter
Wer im Oktober und November noch Sonne tanken möchte, fährt zum Beispiel in den Süden: Andalusien, ein Wohnmobilurlaub in Portugal oder Süditalien haben in der Nebensaison oft noch Tagestemperaturen von zwanzig Grad oder mehr. Lieber näher zu Hause? Dann sind die Ardennen, die Eifel und die deutschen Weinregionen im Herbst am schönsten, obwohl Sie dort mit kalten Nächten rechnen müssen.
2. Prüfen Sie im Voraus, welche Campingplätze geöffnet sind
Viele Campingplätze schließen nach den Herbstferien ihre Tore oder arbeiten mit reduzierter Belegung, wobei ein Teil der Einrichtungen geschlossen ist. Prüfen Sie also nicht nur, ob ein Campingplatz geöffnet ist, sondern auch, ob die Sanitäranlagen, die Servicestation und die Stromanschlüsse verfügbar sind. Campingführer und Wohnmobil-Apps geben normalerweise pro Standort an, bis wann dieser geöffnet ist.
3. Verwenden Sie das richtige Gas
Butan vergasst schlecht bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Wenn Sie zu einem kalten Reiseziel fahren, wählen Sie Propan oder eine Mischung mit einem hohen Propananteil. Prüfen Sie auch, ob Sie genug Gas mitnehmen: Die Heizung verbraucht im Herbst schnell ein Vielfaches dessen, was Sie im Sommer verbrauchen.
4. Halten Sie Feuchtigkeit und Kondensation unter Kontrolle
Kalte Außenluft, ein warmes Wohnmobil und nasse Jacken sorgen zusammen für viel Kondensation. Lüften Sie daher täglich, auch wenn es kalt ist. Lassen Sie die Dachluken einen Spalt offen, trocknen Sie nasse Kleidung nicht drinnen, wenn es nicht unbedingt sein muss, und wischen Sie die Fenster morgens trocken. So vermeiden Sie Schimmel und Feuchtigkeit in der Aufbauwand.
5. Stellen Sie sicher, dass Ihre Versicherung zu Ihrer Art des Campens passt
Wer in der Nebensaison länger und weiter wegfährt, sollte seine Police noch einmal durchlesen. Ein Wohnmobil ist kein gewöhnliches Auto. Sie wohnen manchmal wochenlang darin, es hat eine Markise, Fahrräder sind hinten angebracht und Sie sind oft Hunderte von Kilometern von zu Hause entfernt. Eine Versicherung, die speziell auf Camper ausgerichtet ist, passt besser dazu als eine Standard-Kfz-Police.
Unter anderem bietet Kampeerspecialist ACSI eine Wohnmobilversicherung an, bei der Sie zwischen Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko wählen können, ergänzt durch Deckung für Inventar, Rechtsbeistand, Insassen und Pannenhilfe. Gerade diese Extras machen für Wohnmobilisten den Unterschied und decken Sie gegen mehrere Schäden ab.
6. Schützen Sie Ihre Wasseranlage vor Frost
Wenn die Temperatur unter Null fällt, können Leitungen, die Pumpe und der Boiler einfrieren. Viele Boiler haben ein Frostschutzventil, das das Wasser automatisch ablässt, wenn es zu kalt wird. Wenn Sie das Wohnmobil über Nacht unbeheizt lassen, lassen Sie das System selbst ab. Wenn Sie Wasser an Bord haben, lassen Sie die Heizung auf niedriger Stufe laufen.
7. Planen Sie kürzere Etappen
Im November ist es in weiten Teilen Europas nach fünf Uhr nachmittags dunkel. Einen Wohnmobilstellplatz im Dunkeln zu suchen, ist kein Vergnügen, besonders auf unbekannten Straßen. Planen Sie daher kürzere Etappen, fahren Sie rechtzeitig los und stellen Sie sicher, dass Sie lange vor Sonnenuntergang an Ihrem Ziel sind.
8. Achten Sie auf Winterreifen und lokale Vorschriften
In Deutschland und Österreich besteht unter winterlichen Bedingungen eine Winterreifenpflicht, auch für Wohnmobile. In anderen Ländern können Schneeketten auf bestimmten Bergstraßen vorgeschrieben sein. Informieren Sie sich für jedes Land auf Ihrer Route, damit Sie bei einer Kontrolle keine böse Überraschung erleben.
Einlagern oder weiterfahren?
Nicht jeder muss das Wohnmobil sofort im Oktober einlagern. Mit guter Vorbereitung können Sie die Campingsaison mühelos um ein paar Monate verlängern, und das fühlt sich nach einem geschäftigen Sommer oft wie der eigentliche Urlaub an. Sind Sie noch auf der Suche nach einem Wohnmobil, das für das ganze Jahr geeignet ist, mit guter Isolierung und einer leistungsstarken Heizung?